Spritpreise: Reiche für Senkung der Mehrwertsteuer auf Kraftstoff

Maßnahme gegen hohe Tankkosten:Reiche für Senkung der Mehrwertsteuer auf Sprit

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Die Diskussion über mögliche Maßnahmen gegen hohe Spritpreise gewinnt an Fahrt. Wirtschaftsministerin Reiche spricht sich für eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe aus.

Katherina Reiche

Wirtschaftsministerin Reiche setzt sich auch für Direktauszahlungen zum Jahresbeginn ein.

Quelle: Sebastian Christoph Gollnow / dpa

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) schlägt zur Entlastung der Autofahrerinnen und Autofahrer vor, die Mehrwertsteuer für Kraftstoffe vorübergehend von 19 auf 7 Prozent zu senken. Eine solche Senkung könnte dort ansetzen, wo die Belastung unmittelbar spürbar sei, direkt an der Zapfsäule, sagte die CDU-Politikerin in Houston in den USA am Rande eines G20-Energieministertreffens. "Und sie würde mit ihrer Einführung direkt wirken."

Statement vor den Fraktionssitzung der CDU/CSU

Auch Unionsfraktionschef Thorsten Frei hatte zur Entlastung der Bürger eine Absenkung der Mehrwertsteuer auf Benzin und Diesel vorgeschlagen. Alternativ erwägt er eine erneute Senkung der Energiesteuer.

16.09.2026 | 0:18 min

Reiche: Gezielte Entlastung des mittelständischen Transportgewerbes

Reiche sagte weiter, es werde eine gezielte Entlastung des mittelständischen Transportgewerbes geprüft.

Und wenn die hohen Energiepreise länger anhalten, brauchen wir für Menschen mit niedrigem Einkommen auch einen verlässlichen Weg für gezielte weitere Entlastungen.

Katherina Reiche (CDU), Bundeswirtschaftsministerin

Reiche bekräftigte ihren Vorschlag von Direktauszahlungen zum Anfang des kommenden Jahres, wenn ein Mechanismus "bis dahin hoffentlich" einsatzfähig sei.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte angesichts der hohen Spritpreise Entlastungen angekündigt. Die konkreten Maßnahmen bleiben aber vorerst offen. Reiche sagte, es werde aktuell darüber beraten, wie schnell und spürbar entlastet werden könne.

Tanken

Der Kanzler kündigt schnelles Handeln an, lässt konkrete Maßnahmen aber offen. Im Gespräch sind Tankrabatt, Übergewinnsteuer und gezielte Hilfen für einkommensschwache Haushalte und Unternehmen.

16.09.2026 | 2:16 min

Reiche lehnt SPD-Forderungen ab

Reiche wandte sich erneut gegen die Forderung des Koalitionspartners SPD, einen Spritpreisdeckel sowie eine "Übergewinnsteuer" auf krisenbedingte Profite der Mineralölkonzerne einzuführen. "Einen Spritpreisdeckel halte ich für den falschen Weg", sagte die Ministerin. Ein solcher Deckel schwäche die mittelständische Raffineriewirtschaft. "Wir brauchen unsere Raffinerien dringend, denn sie produzieren in Deutschland Diesel, Benzin, Heizöl und Kerosin."

Ein Deckel sei bereits in anderen EU-Mitgliedstaaten gescheitert und musste zurückgenommen werden. "Insofern sollten wir einen erkennbar falschen Weg nicht gehen." Auch eine Übergewinnsteuer überzeuge sie nicht, sagte Reiche. Sie sei mit rechtlichen Unsicherheiten behaftet und könne Innovationen und Investitionen in Deutschland verhindern.

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Quelle: dpa, AFP
Über die Spritpreis-Debatte berichteten mehrere Sendungen, unter anderem die heute-Nachrichten am 16.09.2026 ab 19:00 Uhr.

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