"Es gibt erhebliche Schäden":Ukraine: Mindestens 37 Tote bei Angriff nahe Kiew
Bei einem russischen Drohnenangriff auf ein Unternehmensgelände nahe Kiew sind mindestens 37 Menschen getötet worden. Es gab schwere Schäden an der Infrastruktur.
In der Ukraine haben russische Drohnen ein Munitionslager getroffen. Bei dem anschließenden Großbrand mit mehreren Explosionen sind mindestens 37 Menschen gestorben.
29.08.2026 | 2:19 minBei einem russischen Drohnenangriff auf ein Munitionslager sind westlich der ukrainischen Hauptstadt Kiew mindestens 37 Menschen getötet worden. "Es gibt erhebliche Schäden an der umliegenden Infrastruktur: Wohnhäuser sowie ein Senioren- und Behindertenheim wurden beschädigt", schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram.
Auch in der Südukraine - im von der ukrainischen Regierung kontrollierten Gebiet Odessa und der von Russland annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim - kamen Menschen bei gegenseitigen Angriffen ums Leben.
Drohnen seien über Kiew geflogen und hätten für Verkehrschaos gesorgt, berichtet der ZDF-Reporter Hebestreit. Auch ballistische Raketen würden wieder fliegen.
27.08.2026 | 4:17 minMehr als 40 Verletzte - 300 Rettungskräfte im Einsatz
Bei dem Angriff wurden nach Angaben des Gouverneurs des Gebiets Kiew, Tymur Tkatschenko, auch mehr als 40 Menschen verletzt. Mehr als 300 Rettungskräfte waren demnach im Einsatz. Präsident Selenskyj zufolge wurden fast 400 Menschen in Sicherheit gebracht.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde bei dem Angriff auf das knapp fünf Kilometer von der Stadtgrenze Kiews entfernte Dorf Myla ein Unternehmensgelände getroffen. Selenskyj nannte keine Details, schrieb aber: "Es gibt Vorschriften: Munition darf es nicht neben Häusern und anderen Wohngebäuden geben." Er verwies auf eingeleitete Strafverfahren.
Langstreckenangriffe treffen immer häufiger zivile Ziele
Bereits in der Nacht hatte die Staatsanwaltschaft über Ermittlungen wegen "dienstlicher Fahrlässigkeit" und einen russischen Drohnenangriff informiert. Nach russischen Angaben war ein Munitionslager mit Einzelteilen für weitreichende Drohnen das Ziel des Angriffs.
Russland und die Ukraine haben in den vergangenen Monaten ihre gegenseitigen Angriffe mit Langstrecken-Geschossen ausgeweitet und nehmen dabei zunehmend zivile Infrastruktur wie Lagerhäuser und Öl- und Hafeninfrastruktur ins Visier. Bei diesen Angriffen gibt es zunehmend zivile Opfer.
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27.08.2026 | 32:10 minAuch russische Angriffe im Süden der Ukraine
Das russische Militär griff nach übereinstimmenden Angaben auch Ziele im südukrainischen Gebiet Odessa an. Ein Mensch sei getötet und weitere drei seien verletzt worden, teilte der Gouverneur der Region, Oleh Kiper, bei Telegram mit. Fünf Getreidetransporter seien ausgebrannt und drei weitere beschädigt worden. Alle Brände konnten demnach gelöscht werden.
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums in Moskau galt der Angriff dem Donauhafen Ismajil. Ziel seien Tanklaster und Entladestellen für Treibstoff gewesen. Die Flusshäfen unweit der Donaumündung sind für den ukrainischen Außenhandel aufgrund regelmäßiger russischer Angriffe auf die Seeroute zu den ukrainischen Schwarzmeerhäfen wieder wichtiger geworden.
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26.08.2026 | 6:06 minUkraine unternimmt Gegenangriffe - Tote in Belogorod
Im südwestrussischen Grenzgebiet Belgorod wiederum kamen nach Regierungsangaben bei ukrainischen Angriffen drei Menschen ums Leben. Weitere 14 seien verletzt worden, teilte der kommissarische Gouverneur der Region, Alexander Schuwajew, bei Telegram mit. Das ukrainische Militär habe unter anderem Drohnen, Raketenwerfer und Artillerie eingesetzt.
Zudem wurde bei ukrainischen Drohnenangriffen auf der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim nach Behördenangaben mindestens ein Mensch getötet. Weitere drei seien verletzt worden, schrieb der von Moskau eingesetzte Gouverneur der Hafenstadt Sewastopol, Michail Raswoschajew, bei Telegram. 26 Drohnen wurden demnach abgeschossen. An knapp ein Dutzend Häusern habe es Schäden gegeben.
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