Iran-Krieg: Alles zur Eskalation mit USA und Israel im Liveblog

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Aktuelle Entwicklungen :Iran-Krieg und Nahost-Konflikt: Alle Nachrichten im Liveblog

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Erstmals seit Wochen hat es in der Nacht zu Montag wieder gegenseitige Angriffe zwischen USA und Iran gegeben. Alle Entwicklungen aus Nahost im Liveblog.

Über den Iran-Krieg und den Nahost-Konflikt berichtet das ZDF in verschiedenen Sendungen, etwa im ZDF-Morgenmagazin am 02.09.2026 ab 05:30 Uhr.
Wichtige Meldungen

Irans Sicherheitschef kündigt neue Kriegsstrategie an

Nach der Wiederaufnahme heftiger gegenseitiger Angriffe hat Irans Sicherheitschef eine neue Kriegsstrategie seines Landes angekündigt. "Ihr werdet bald sehen, dass Irans neue Strategie auf dem Schlachtfeld, in der Diplomatie und angesichts der Wirtschaftsblockade eure Grundfesten erschüttern wird", schrieb der Chef des Obersten Nationalen Sicherheitsrats, Mohsen Resaei, am Mittwoch im Onlinedienst X. Nähere Angaben machte er zunächst nicht.


Xi fordert bei Besuch in Ägypten Ende ausländischer Einmischung in Nahost

Der chinesische Staatschef Xi Jinping hat bei einem Besuch in Ägypten die Nahost-Politik anderer Länder kritisiert. In Gesprächen mit Präsident Abdel Fattah al-Sisi in Kairo forderte Xi "ein Ende der Einmischung ausländischer Mächte" im Nahen Osten, wie die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtet. Die ausländischen Mächte müssten zudem ihre "Doppelstandards" in der Region aufgeben.


Iran bezeichnet USA als "Satan"

Nach einem Angriff auf eine Hochzeit im Süden Irans mit mindestens vier Toten bezeichnet der iranische Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf die USA als "Satan". "Wenn eine Macht sich wie Satan verhält, Ziele wählt wie Satan und tötet wie Satan, dann ist sie Satan", erklärt Ghalibaf im Onlinedienst X. Der Begriff "Großer Satan" für die USA wurde vom Gründer der Islamischen Republik Iran, Ajatollah Ruhollah Chomeini, im Jahr 1979 geprägt.


Zwei Öltanker fahren in Straße von Hormus auf Seeminen

In der Straße von Hormus sind iranischen Angaben zufolge zwei Öltanker auf Seeminen gefahren. Explosionen und Brände hätten die Crews zum Verlassen ihrer Schiffe gezwungen, teilen die Revolutionsgarden laut iranischen Medienberichten mit. Es seien "Strafmaßnahmen" vorgesehen für Reedereien, die "illegale Routen" nutzen, heißt es in der Erklärung weiter. Die Vorfälle ließen sich bislang nicht unabhängig überprüfen.


Auto in Iran rast in Pro-Regierungs-Versammlung: Vier Tote

In Iran ist ein Autofahrer in eine nächtliche Versammlung von Regierungsanhängern gerast und hat vier Menschen getötet. Weitere zehn Menschen wurden bei dem Vorfall in der nordöstlichen Millionenmetropole Maschhad verletzt, wie iranische Medien übereinstimmend berichten. Die Unfallursache ist bislang unklar. Staatsmedien verbreiten die Darstellung, dass es sich um einen Unfall gehandelt habe. Der Fahrer sei am Ort des Vorfalls festgenommen worden. In den sozialen Medien spekulieren Nutzer hingegen über eine gezielte Amokfahrt gegen Regierungsanhänger und Militärangehörige.


Bericht: Vier Angehörige der Revolutionsgarde getötet

Im Westen Irans sind der Nachrichtenagentur SNN zufolge bei US-Angriffen vier Angehörige der Revolutionsgarde getötet worden. Sie hätten zu den Luft- und Raumfahrtstreitkräften gehört. Die Nachrichtenagentur Mehr meldet zudem, dass drei Mitglieder der paramilitärischen Basidsch-Miliz bei Angriffen auf die Insel Lavan getötet worden seien. Die Insel liegt im Persischen Golf und gehört zu den wichtigsten Öl-Exportzentren.


Hisbollah und Israel greifen sich gegenseitig im Libanon an

Israels Armee greift eigenen Angaben zufolge weiterhin Ziele der Hisbollah im Nachbarland Libanon an. Die von Iran unterstützte Miliz habe in der Nacht zwei mit Sprengstoff beladene Drohnen gegen israelische Soldaten in der Gegend eines strategisch wichtigen Hügels namens Ali al-Taher im Südlibanon eingesetzt, teilt das israelische Militär mit. Als Reaktion darauf seien Einrichtungen der Hisbollah, in denen sie Angriffe auf israelische Zivilisten und israelische Soldaten plane, in der Gegend der nahegelegenen Stadt Nabatija ins Visier genommen worden.

Libanons staatliche Nachrichtenagentur NNA bestätigt mehrere Angriffe Israels in der Nacht im Südlibanon. Zu Opfern gibt es bislang keine Angaben. Die Hisbollah äußerte sich bisher nicht.


Wichtige Meldung

Pakistan: Führen weiter Gespräche mit USA und Iran

Pakistan äußert sich besorgt über die Eskalation zwischen den USA und Iran und steht weiterhin in Kontakt mit beiden Seiten. Die pakistanische Führung sei zuversichtlich, dass die Länder "zum Dialog an den Verhandlungstisch zurückkehren werden", sagt der Sprecher des Außenministeriums, Tahir Andrabi, vor der Presse. Der Besuch des pakistanischen Verteidigungsministers Asim Munir in Teheran im vergangenen Monat habe der Frage der Straße von Hormus "erhebliche Dynamik" verliehen, fügt er hinzu.

Nach 200 Tagen auf See: US-Soldaten erholen sich in Pattaya

Nach mehr als 200 Tagen auf See und Berichten über gravierende Missstände an Bord ist der US-Flugzeugträger "Abraham Lincoln" in Thailand eingetroffen. Hinter den rund 5.000 Soldaten in der Touristenhochburg Pattaya liegt ein Kriegseinsatz, der wegen angeblicher Versorgungsengpässe und Beschwerden von Matrosen und Angehörigen für Schlagzeilen gesorgt hatte. Das 330 Meter lange und bis zu 74 Meter hohe Schiff lief am Morgen (Ortszeit) im Hafen Laem Chabang in der Provinz Chon Buri ein, rund 20 Kilometer von Pattaya entfernt.

Tausende Seeleute und Marineinfanteristen sollen sich nun während eines fünftägigen Aufenthalts erholen, während Nachschub an Bord geholt wird. Nach Angaben der Zeitung "Bangkok Post" sind rund 4.800 Besatzungsmitglieder mit der "USS Lincoln" nach Thailand gekommen und weitere 312 Soldaten an Bord des Zerstörers "USS Frank E. Petersen Jr.".


Irans Medien melden elf Tote bei US-Angriffen

Bei US-Luftangriffen auf Ziele im Iran sind nach iranischen Angaben mindestens elf Menschen getötet worden. Der Vize-Gouverneur der Provinz Chusestan habe mitgeteilt, dass bei einem nächtlichen US-Raketenangriff auf drei Orte sieben Menschen getötet und acht weitere verletzt worden seien, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Der Iranische Rote Halbmond hatte zuvor bereits vier Tote infolge eines US-Angriffs im südlichen Bezirk Sirik gemeldet, darunter ein Kind.

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02.09.2026 | 2:29 min

USA beenden Angriffswelle gegen Ziele in Iran

Die USA haben ihre Angriffe auf Ziele in Iran nach Angaben des Militärs wieder beendet. Die US-Streitkräfte griffen Ziele der iranischen Revolutionsgarden an, darunter Luftabwehrstellungen, Radarsysteme sowie Gerät zum Verlegen von Seeminen, wie das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom auf der Plattform X mitteilt.

Die Angriffe seien eine Folge der versuchten iranischen Angriffe auf Handelsschiffe und US-Ziele in der Region. Die mehr als 50.000 US-Streitkräfte in der Region des Persischen Golfs seien weiterhin bereit, Angriffe durchzuführen, hieß es.

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Auch Kuwait gerät erneut unter Beschuss

Der Golfstaat Kuwait ist erneut Ziel iranischer Angriffe geworden. Wie das Militär des mit den USA verbündeten Landes mitteilt, wehrte die Luftabwehr "Angriffe feindlicher Drohnen" aus Iran ab. Explosionsgeräusche seien auf das Abfangen der Drohnen zurückzuführen. 


Jordaniens Armee: Zehn ballistische Raketen aus Iran abgefangen

Jordanien ist nach Angaben seiner Armee erneut Ziel eines iranischen Luftangriffs geworden. Insgesamt seien 13 aus Iran gestartete ballistische Raketen in den Luftraum des Königreichs eingedrungen, erklärt die jordanische Armee. Zehn davon seien von der Luftabwehr abgefangen worden. Drei weitere schlugen demnach in abgelegenen Gebieten ein. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht. 


Guterres fordert "maximale Zurückhaltung"

UN-Generalsekretär António Guterres fordert angesichts aufflammender Kämpfe im Nahen Osten dazu auf, Abkommen und Völkerrecht einzuhalten: "Ich appelliere für maximale Zurückhaltung und dafür, Vereinbarungen und Völkerrecht zu respektieren", schreibt er auf X. Waffenruhen würden ständig gebrochen, Angriffe würden weiter ausgeführt. Nun brauche es Verhandlungen für einen "gerechten, dauerhaften Frieden" im Einklang mit internationalen Vereinbarungen wie der UN-Charta.

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Wichtige Meldung

Berichte über US-Angriff auf Hochzeitsgesellschaft mit zwei Toten

Bei einem US-Angriff auf ein Haus im Süden des Irans sollen mindestens zwei Menschen getötet worden sein. Der Vizegouverneur der iranischen Provinz Hormusgan, Ahmad Nafissi, berichtete dem iranischen Staatsfernsehen bei einem Anruf, in dem Haus in der Stadt Kuhestak habe zum Zeitpunkt des Angriffs eine Hochzeit stattgefunden. Zwei Menschen seien getötet und zwei weitere verletzt worden. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet von 35 Verletzten. Die Angaben könnten derzeit nicht überprüft werden. Eine Stellungnahme der USA liegt nicht vor.

Trump bei Fox: Irans Radaranlagen im Visier

Die jüngsten US-Angriffe auf Iran haben nach Angaben von Präsident Donald Trump vor allem dem Wiederaufbau iranischer Radaranlagen gegolten. Diese seien bei früheren Angriffen der USA und Israels in dem seit einem halben Jahr andauernden Konflikt weitgehend zerstört worden, sagt Trump dem Sender Fox News. Das US-Militär habe demnach den Wiederaufbau der Radarsysteme beobachtet und mit einem Angriff gewartet, bis die Arbeiten fast abgeschlossen gewesen seien.


Neue Angriffe: Ölpreis zieht an

Die Ölpreise legen angesichts einer Zuspitzung der Lage im Nahen Osten deutlich zu. Ein Barrel Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im November wurde bei 94,38 US-Dollar gehandelt. Das ist ein Plus von mehr als vier Prozent im Vergleich zu gestern. 


Wichtige Meldung

Iran reagiert mit Raketen und Drohnen

Iran hat Berichten iranischer Medien zufolge als Reaktion auf neue US-Angriffe Raketen abgefeuert und Drohnen eingesetzt. Die den iranischen Sicherheitskräften nahestehenden Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim berichten vom Beginn entsprechender Angriffe. 

Wenige Stunden zuvor hatte das US-Militär mitgeteilt, es würden neue Ziele in Iran angegriffen. Zur Begründung verwies es auf Angriffe Teherans auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus sowie auf US-Streitkräfte im Nahen Osten.

US-Außenministerium erneuert Reisewarnung

Angesichts der wieder aufgeflammten Kämpfe zwischen den USA und Iran erneuert das US-Außenministerium seine Reisewarnung für den gesamten Nahen Osten. Wegen der Spannungen bleibe die Sicherheitslage komplex und eine unvorhergesehene Eskalation möglich, heißt es. "Iran und mit ihm verbündete Gruppen könnten US-Interessen im Ausland oder Einrichtungen mit Bezug zu den USA und US-Bürgern weltweit ins Visier nehmen - darunter auch US-Unternehmen und andere Institutionen."


Teheran: USA werden neue Angriffe bereuen

Einem Sprecher der iranischen Revolutionsgarden zufolge werden die USA ihre neuen Angriffe bereuen, wie die Nachrichtenagentur Fars meldet. Der staatliche Rundfunk des Landes berichtet unterdessen über Explosionen auf der Insel Keschm. Die Nachrichtenagentur Nour News meldet Detonationen in den Hafenstädten Bandar Abbas und Tschabahar. Auch in Dschask und Sirik seien Explosionsgeräusche zu hören, heißt es bei der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.


Quelle: ZDF, AFP, AP, dpa, epd, KNA, Reuters
Über den Iran-Krieg und den Nahost-Konflikt berichtet das ZDF in verschiedenen Sendungen, etwa im ZDF-Morgenmagazin am 02.09.2026 ab 05:30 Uhr.

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