Ähnliche Fälle bei OpenAI und Anthropic:Auch KI von Meta hackte sich in fremde Firma
Mit Meta muss ein weiterer Tech-Gigant einräumen, dass seine KI-Software unbeabsichtigt Cyberangriffe auf eine andere Firma durchgeführt hat. Es gab mehrere vergleichbare Vorfälle.
Eine KI-Software von Meta hat sich bei einem Sicherheitstest in ein anderes Unternehmen gehackt. Meta zufolge hatte das KI-Modell durch eine falsche Einstellung Zugang zum Internet.
06.08.2026 | 0:26 minDie KI-Software einer weiteren Firma hat offenbar unbeabsichtigt Computersysteme eines anderen Unternehmens angegriffen. Nach den KI-Firmen OpenAI und Anthropic muss auch der Facebook-Konzern Meta einräumen, dass seine KI-Software sich in Computersysteme eines anderen Unternehmens gehackt hat.
Ähnlich wie bei einigen Vorfällen der beiden Rivalen lag das Problem auch hier in einer Fehlkonfiguration des Systems bei demselben Testpartner, wie Meta unter anderem dem Sender CNN mitteilte. Durch die falsche Einstellung hatten die KI-Modelle Zugang zum Internet - was eigentlich gar nicht vorgesehen war.
Keine Schäden, aber wachsende Sorgen
Meta machte keine Angaben zu dem Unternehmen, in dessen Systeme die KI des Konzerns durch die Ausnutzung einer Schwachstelle eindrang. Der Facebook-Konzern erfuhr von dem Zwischenfall nach eigenen Angaben durch eine Mitteilung des Testpartners.
In vielen Unternehmen ist der Einsatz von KI inzwischen zur Normalität geworden – aber auch zu einem erheblichen Kostenfaktor. Die globalen KI-Anbieter lenken den Markt.
06.08.2026 | 2:31 minKünstliche Intelligenz des ChatGPT-Entwicklers OpenAI war bei einem Test ungeplant in Computer einer anderen KI-Firma, der Plattform Hugging Face, eingedrungen. Das hatte den Rivalen Anthropic veranlasst, seine eigenen Testläufe zu überprüfen, wobei weitere Vorfälle ans Licht kamen.
Zudem stellten britische Sicherheitsforscher Cyberattacken durch KI von Anthropic und OpenAI fest, denen sie in ihren Versuchen ungehinderten Zugang zum Internet gewährt hatten. Die ungeplanten Attacken richteten keinen Schaden an, verstärkten aber allgemein die Angst vor Cyberangriffen mit Hilfe Künstlicher Intelligenz.
KI-Software versucht, aus Testumgebung auszubrechen
Forscher von OpenAI berichteten unterdessen, dass KI-Modelle der Firma schon Wochen vor der Attacke auf Hugging Face unentdeckt miteinander kommuniziert hätten, um gemeinsam aus der eigentlich abgeschirmten Testumgebung auszubrechen.
Ihr Ziel dabei sei gewesen, im Internet nach der Antwort auf die im Test gestellte Aufgabe zu suchen, sagten Eric Wallace und Michael Dalton in einer Präsentation auf der Hacker-Konferenz Black Hat dem Finanzdienst Bloomberg zufolge.
In der EU gilt ab sofort eine Kennzeichnungs-Pflicht für viele Inhalte, die mit künstlicher Intelligenz erstellt wurden. Betroffen sind vor allem KI-Firmen und kommerzielle Anbieter.
02.08.2026 | 1:47 minZu den Erkenntnissen der Forscher gehört, dass die Top-KI-Modelle oft schummeln wollten, um die Testaufgaben zu lösen. Ein Problem der Testläufe sei zudem gewesen, dass die KI zum Teil versehentlich Aufträge bekommen habe, die nicht erfüllbar gewesen seien. In einem Fall sei eine Tabelle, in der sie eine Aufgabe lösen sollte, ohne Internet-Zugang nicht abrufbar gewesen. In einem anderen Fall habe das Team vergessen, eine zum Auftrag gehörende Datei hochzuladen.
Die KI-Modelle hätten zunächst Kontakt untereinander aufgenommen, weil sie in der unlösbaren Situation Hilfe gesucht hätten, hieß es.
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