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Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Liveblog. Über die weiteren Entwicklungen zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt informieren wir Sie in unserem neuen Blog.
Der Wahlkampf in Sachsen-Anhalt biegt auf die Zielgerade ein. Am Sonntag wird in dem Bundesland ein neuer Landtag gewählt. Aktuelle Entwicklungen sowie Hintergründe im Blog.
Am Sonntag entscheidet sich, wer künftig im Landtag von Sachsen-Anhalt sitzt. Im Mittelpunkt der Wahl stehen die wirtschaftliche Zukunft, der Lehrkräftemangel und die Sorge um fehlende Arbeitsplätze.
04.09.2026 | 2:36 minVielen Dank für Ihr Interesse an unserem Liveblog. Über die weiteren Entwicklungen zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt informieren wir Sie in unserem neuen Blog.
CSU-Chef Markus Söder wirbt für pragmatische Lösungen nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Auch wenn es keine klassische Mehrheit gebe, könne CDU-Ministerpräsident Sven Schulze eine "gute und konstruktive Regierung" bilden, sagt Söder der "Rheinischen Post". Möglicherweise brauche es dazu Tolerierungen durch Parteien, "bei denen sich uns normalerweise alle Haare sträuben würden."
Zwar seien im Bund seien "stabile und klare Mehrheiten" nötig, in den Ländern komme es dagegen vor allem darauf an, einen Haushalt durch das Parlament zu bringen. Das sei etwa in Sachsen und Thüringen gelungen - und könne auch in Sachsen-Anhalt funktionieren. Bei der Wahl gehe es um die Frage, "ob es in der deutschen Demokratie einen Epochenbruch gibt und erstmals in der Nachkriegsgeschichte radikale Kräfte die Oberhand gewinnen".
Am kommenden Sonntag sind Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt. Prognosen sehen die AfD weit vor allen anderen Parteien - die zukünftige Regierungsbildung bleibt unklar.
Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) warnt vor einer Einflussnahme Russlands und anderer Staaten im Falle einer AfD-Alleinregierung in Sachsen-Anhalt gewarnt. "Es geht darum, ob Sachsen-Anhalt weiterhin souverän ist, ob hier entschieden wird, was hier passiert oder ob man sich künftig die Genehmigung von Herrn Putin, von Herrn Trump, von Herrn XI oder von Herrn Erdogan einholen muss", sagt er der Deutschen Presse-Agentur am Rande der Abschlussveranstaltung der Grünen im sachsen-anhaltischen Landtagswahlkampf in Halle. "Es geht auch um die Souveränität Deutschlands, Europas. Das steht hier zur Wahl."
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ruft dazu auf, Demokratie und Rechtsstaat vor denen zu schützen, "die all das verachten und mit Füßen treten". Bei der Eröffnung eines Bürgerfests mit 2.000 ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürgern in der Villa Hammerschmidt in Bonn sagte Steinmeier: "Völkisches Denken und nationalistische Abschottung, das sind eben keine Antwort auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts."
Steinmeier beschrieb die freiheitliche Demokratie als "Errungenschaft" und "Glück für uns alle". Er appellierte: "Hüten wir sie gut! Stehen wir zusammen! Schützen und verteidigen wir sie gegen die Verächter der Demokratie!"

In Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt beginnt das Protestcamp "Schlechte Grüße aus Bitterfeld". Das findet vom 4. bis 6. September 2026 - dem Wochenende der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt - in der Innenstadt von Bitterfeld statt und versteht sich als antifaschistisches Gegengewicht zur erstarkenden AfD. Über das Wochenende werden laut der Nachrichtenagentur dpa bis zu 3.000 Teilnehmer erwartet.

Ein Hauch Glamour zwei Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Am Abend besuchen die Spitzenkandidaten der CDU, Ministerpräsident Sven Schulze, sowie die Linken-Kandidatin Eva von Angern die Verleihung des Medienpreises "Goldene Henne" im sächsischen Leipzig. Der Publikumspreis wird in den vier Kategorien "Film & Fernsehen", "Entertainment", "Musik" und "Sport" verliehen.
Während Schulze in Begleitung seiner Ehefrau kam und sich mit Komiker Dieter Hallervorden auf dem roten Teppich zeigte, ließ sich von Angern an der Seite politischer Mitstreiter der Linkspartei fotografieren - darunter die Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Heidi Reichinneck.


Zwei Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt besucht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Abend das Auftaktspiel der deutschen Basketballerinnen bei der Heim-WM in Berlin. In der Halbzeit erklärt der CDU-Chef gegenüber dem Fernsehsender ProSieben: "Es ist total entspannt. Ich bin wirklich gerne hier. Es ist eine tolle Atmosphäre im Stadion." Er könne in der Halle sehr gut abschalten, so Merz - und denke beim Basketball nicht an Politik.

Diesen Sonntag wählt Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag. Wenn heute schon gewählt würde, bekäme die AfD 41 Prozent, die CDU 23 Prozent und die Linke auf 11,5 Prozent.
"Sachsen-Anhalt ist viel zu schön, um es Faschisten hinzugeben", sagt Grünen-Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz beim Auftritt im Rahmen einer Wahlkampfveranstaltung, bei der sie Rückendeckung prominenter Parteikollegen aus Berlin und Baden-Württemberg bekommt. Mit Blick auf die Frage, was bei einer absoluten AfD-Mehrheit passiere: "Wir werden dafür sorgen, dass diese Sache gut ausgeht!"
Bei mehreren Versammlungen in Magdeburg ist es am Freitag störungsfrei geblieben. "Auf dem Messeplatz fand die größte angemeldete Versammlung mit rund 5.500 Teilnehmern störungsfrei statt", teilt die Polizeiinspektion Magdeburg mit. Dabei handelte es sich um eine Veranstaltung der AfD. Im Einsatz waren mehrere hundert Beamte aus Sachsen-Anhalt sowie Unterstützungskräfte aus Thüringen. Die Polizei registrierte nach eigenen Angaben "vereinzelte Straftaten".
Die AfD will in Lehrte (Region Hannover) das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt feiern - dagegen regt sich Widerstand. Eine Initiative ruft unter dem Motto "Hämelerwald für Demokratie" zur Gegendemonstration auf. Die Polizei rechnet nach eigenen Angaben mit jeweils rund 100 Menschen und kündigt an, das Aufeinandertreffen zu begleiten. Zunächst berichtete die "Hannoversche Allgemeine Zeitung".
Kurz vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt befragt ZDF-Reporterin Luisa Houben Passanten zur generellen Stimmung und einer möglichen absoluten Mehrheit der AfD im Land.

Hammer, Zirkel, Ährenkranz. Das einstige DDR-Emblem begegnet mir in Sachsen-Anhalt auf Mopeds, als Papierfähnchen in Blumentöpfen oder wehend in Schrebergärten. Bis vor zehn, fünfzehn Jahren waren solche DDR-Bezüge oft ein untrüglicher Hinweis für Sympathien mit der Linkspartei bzw. PDS.
Heute bespielen vor allem AfD und BSW (n)ostalgische Gefühle. Gleichzeitig höre ich AfD-Wähler über "die Kommunisten" schimpfen. Es ist also kompliziert - und rational kaum zu erklären. Viel häufiger als die DDR-Flagge sehe ich auf meiner Tour durchs Land übrigens die Flagge der Bundesrepublik Deutschland: auf Mützen, Balkonen, an Fenstern, Autos, in Gärten.

Felix Banszak geht auf die Bühne - und es fängt an zu regnen. Er sagt, diese Härte, die jetzt in den überregionalen Feuilletons mit Blick auf den Osten wieder aufgemacht wurde, hätte zur Spaltung beigetragen. Weit über Sachsen-Sachsen-Anhalt hinaus würde derzeit auf dieses Land geschaut, mit Gruselfaktor und Sorge, wie groß der blaue Balken hoch geht. Aber er habe in den letzten Wochen ein "helles Land" gesehen, mit Menschen gesprochen, die sich fragen, welche Rezepte es künftig für Demokratie gebe.
Als Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir auf die Bühne kommt, kehrt die Sonne zurück. Großer Applaus, als er konkret das Wahlprogramm der AfD und deren Pläne zur Abschaffung der Schulpflicht kritisiert. Özdemir appelliert an die Gäste: "Lasst euch nicht eure friedliche Revolution von der AfD wegnehmen! Sie gehört euch!"

"Jede demokratische Partei muss sich überlegen, wie sie das Vertrauen der Bürger wiedergewinnt", so Ricarda Lang auf dem Familienfest der Grünen in Halle. Und zum ureigenen Thema der Partei: "Mein Gefühl ist, das ganze Land hat in diesem Sommer über Klimaschutz gesprochen - nur nicht diese Bundesregierung. (…) Klimaschutz ist nichts weiter als Menschheitsschutz."

Beim sogenannten Familienfest in Magdeburg, einer der Wahlkampfabschlussveranstaltungen der AfD, reagiert Ulrich Siegmund auf die Möglichkeit, dass seine Partei die absolute Mehrheit verfehlt. Er gehe davon aus, dass die CDU dann keine dauerhaft regierungsfähige Koalition anführen könne.
"Dann gibt es Neuwahlen und wir bekommen 50,60 Prozent", ruft Siegmund der Menge zu. Und: "Dann klappt es in Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und auf Bundesebene."

Die sachsen-anhaltische Linken-Spitzenkandidatin Eva von Angern ruft zum Wahlkampfabschluss ihrer Partei zum entschlossenen Kampf gegen Rechts auf. Im Wahlkampf sei das überwiegende Thema der Menschen die Sorge vor einer rechtsextremen Regierung gewesen. "Diese wird es in Sachsen-Anhalt nicht geben - nach dem 6. September nicht und auch nicht später", sagt von Angern in Magdeburg. "Wir lassen uns die Heimat nicht von Rechtsextremen wegnehmen."

Bis Sonntag 17:40 Uhr räumen wir den Besen noch weg: Ab dann sendet das ZDF live aus dem Wahlstudio in Magdeburg. Ab 18 Uhr gibt es die Prognose der Forschungsgruppe Wahlen, erste Reaktionen aus allen Parteien und live Eindrücke von uns Reporterinnen und Reportern im Land.

Felix Banaszak kämpft kulinarisch um Wählerstimmen: In Naumburg in Sachsen-Anhalt backt der Bundesvorsitzende der Grünen Crêpes. Die Grünen im Land hoffen am Sonntag auf den Einzug in den Magdeburger Landtag. Das aktuelle ZDF-Politbarometer sieht die Partei knapp oberhalb der Fünf-Prozent-Hürde.

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