US-Midterms 2026: Demokraten holen Senat und Repräsentantenhaus

Machtwechsel bei Midterms in den USA:Texas, Georgia und Co: Wo historische Entscheidungen fielen

von Fränzi Meyer und Tim-Julian Schneider

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Historischer Machtwechsel in Washington: Die Demokraten erobern die Mehrheit in Senat und auch das Repräsentantenhaus zurück.

Donald Trump

Trumps Republikaner verlieren laut Medienprognosen die Mehrheit im Repräsentantenhaus und im Senat. Was bedeuten die Wahlergebnisse für den US-Präsidenten? Die Analyse bei ZDFheute live.

04.11.2026 | 53:06 min

Die Demokraten haben bei den Midterms die Mehrheit im US-Kongress zurückerobert. Sie gewannen neben dem Senat auch die Kontrolle über das Repräsentantenhaus. Für Präsident Donald Trump ist das eine Niederlage: Er muss sich künftig auf mehr Widerstand im Kongress einstellen.

Trumps Reaktion: Kooperation angekündigt, Mitverantwortung abgelehnt

Trump kündigte an, die Ergebnisse der Kongresswahlen anzuerkennen. "Wir werden mit den Demokraten zusammenarbeiten, und wir freuen uns schon darauf. Wir werden wahrscheinlich eine Lösung finden", sagte er der "New York Times". Die Demokraten hätten "gute Arbeit geleistet", sagte er bei Fox News.

Gleichzeitig wies Trump eine Mitverantwortung für das Abschneiden seiner Republikaner zurück. "Ich stand nicht auf dem Stimmzettel", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. "Und wenn ich darauf gestanden hätte, hätten wir einen Erdrutschsieg geholt!" Im Wahlkampf hatte Trump die Midterms allerdings wiederholt zu einer Abstimmung über seine eigene Politik gemacht.

US-Wahlen: Midterms 2026

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Sensation im tiefen Süden: Historische Siege in Kansas und Texas

Die Demokraten eroberten mehrere bislang republikanisch gehaltene Senatssitze. Für eine besondere Überraschung sorgte Kansas: Dort gewann der Demokrat Adam Hamilton gegen den republikanischen Amtsinhaber Roger Marshall. Damit eroberten die Demokraten erstmals seit 1932 einen Senatssitz in dem Bundesstaat.

Auch in Texas setzte sich der Demokrat James Talarico gegen den von Donald Trump unterstützten Republikaner Ken Paxton durch. Es ist der erste demokratische Sieg bei einer Senatswahl in Texas seit mehr als 30 Jahren. In Iowa gewann Josh Turek gegen die Republikanerin Ashley Hinson. Auch in North Carolina und South Carolina konnten die Demokraten bislang republikanisch gehaltene Sitze erobern. In North Carolina setzte sich Roy Cooper durch, in South Carolina gewann Annie Andrews gegen Darline Graham.

Für eine Premiere sorgte Abdul El-Sayed. Der Kandidat der Demokraten gewann die Wahl in Michigan und wird damit der erste muslimische Senator der Vereinigten Staaten.

Abdul El-Sayed

Abdul El-Sayed wird der erste muslimische Senator der USA.

Quelle: AFP

Die Republikaner haben Hochrechnungen zufolge auch einen stark umkämpften Senatssitz im Bundesstaat Maine verloren. Senatorin Susan Collins, die fast 30 Jahre in der Kongresskammer saß, unterlag gegen den demokratischen Herausforderer Troy Jackson. In Ohio gelang den Demokraten ein weiterer Sitzgewinn: Der frühere Senator Sherrod Brown besiegte den Republikaner Jon Husted.

Die Republikaner konnten unter anderem ihren Sitz in Florida verteidigen. Dort setzte sich Ashley Moody gegen die Demokratin Angie Nixon durch. Auch in West Virginia gewann die Republikanerin Shelley Moore Capito erneut.

US-Wahl 2026: Midterms Senat

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Repräsentantenhaus: Prominente Demokraten verteidigen ihre Sitze

Auch im Repräsentantenhaus konnten die Demokraten mehrere Sitze von den Republikanern gewinnen und sich damit die Mehrheit sichern. Zu den Sitzgewinnen zählt unter anderem der elfte Wahlbezirk in North Carolina: Dort setzte sich der Demokrat Jamie Ager gegen die Republikanerin Jennifer Balkcom durch.

Zugleich verteidigten prominente Demokraten ihre Mandate: Dazu zählen der Minderheitsführer Hakeem Jeffries aus New York sowie die Abgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez und Rashida Tlaib. Jeffries könnte durch die Mehrheit der Demokraten im Repräsentantenhaus der erste schwarze Vorsitzende in der Geschichte der Kongresskammer werden.

Anhänger reagieren auf erste Wahlergebnisse zugunsten von US-Senator Jon Ossoff.

Es ist ein politisches Erdbeben in den USA. Die Wähler haben bei den US-Midterms vor allem einen abgestraft: Donald Trump.

04.11.2026 | 1:32 min

Erste schwarze Frau wird Gouverneurin

Neben den Wahlen zum Senat und Repräsentantenhaus werden bei den Midterms auch in 36 US-Staaten neue Gouverneure gewählt.

In Georgia gelang den Demokraten dabei ein wichtiger Erfolg: Keisha Lance Bottoms gewann das bislang von den Republikanern gehaltene Gouverneursamt. Sie ist damit die erste schwarze Frau, die zur Gouverneurin eines US-Bundesstaates gewählt wurde.

Keisha Lance Bottoms

Die Demokratin Keisha Lance Bottoms ist die neue Gouverneurin von Georgia.

Quelle: AP

Im Bundesstaat New Mexico ist die Demokratin Deb Haaland Hochrechnungen zufolge als erste indigene Frau in der Geschichte der USA zur Gouverneurin gewählt worden. Die 1960 geborene Haaland war zuvor unter anderem zwischen 2021 und 2025 Innenministerin unter US-Präsident Joe Biden - und hatte damit als erste indigene Frau einen Ministerposten in den USA bekleidet. 

Deb Haaland

Deb Haaland konnte die Gouverneurs-Wahlen in New Mexico für sich entscheiden.

Quelle: AP

Auch in Florida gibt es eine Premiere: Der Republikaner Byron Donalds wird der erste schwarze Gouverneur des US-Bundestaates.

Auszählung läuft in einigen Bundesstaaten weiter

Auch wenn die Mehrheiten im Senat und im Repräsentantenhaus absehbar sind, ist die Auszählung noch nicht überall abgeschlossen. In einzelnen Bundesstaaten und Wahlkreisen können sich endgültige Ergebnisse noch über Stunden oder Tage hinziehen.

Über dieses Thema berichteten mehrere Sendungen, unter anderem das heute journal am 03.11.2026 ab 21:45 Uhr sowie "phoenix der Tag" am 03.11.2026 ab 23 Uhr bei Phoenix und ZDFheute live am 04.11.2026 ab 08:05 Uhr.

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