In eigener Sache
Vielen Dank für Ihr Interesse an diesem Liveblog. Zu weiteren Entwicklungen nach den Sturzfluten in Nepal und Tibet halten wir Sie auf www.zdfheute.de auf dem Laufenden.
Nach den verheerenden Sturzfluten im Himalaya steigt die Zahl der Toten und Vermissten. Rettungsteams suchen weiter nach Überlebenden. Zugleich warnen Behörden vor neuen Fluten.
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Die Rettung per Hubschrauber erziele gute Erfolge, berichtet ZDF-Reporter Darah Hassanzadeh. Die Lage vor Ort wie etwa in Bidur sei schwierig. "Dort sind in vier Tagen gerade einmal die Schlammmassen bis zum Ortsausgang der Stadt geräumt worden." Die Einsatzkräfte hätten im Einsatz bleiben können, weil es keine neuen Warnungen gegeben habe.
Zentimeter für Zentimeter kämpfen sich die Helfer an einem der zerstörten Wasserkraftwerke durch den Schlamm, berichtet ZDF-Korrespondentin Miriam Steimer. Mehr als anderthalb Meter hoch liege der Schlamm im Tunnel. Von den mehr als 100 eingeschlossenen Arbeitern konnten demnach einige gerettet werden. Viele Menschen in Nepal bangen weiter um ihre vermissten Angehörigen.
Chinas Medien lassen kaum Bilder von der verheerenden Sturzflut in Tibet nach außen dringen, berichtet ZDF-Korrespondentin Elisabeth Schmidt. Es sei, als hätte die Katastrophe nur in Nepal stattgefunden.
Lesen Sie hier, wie China die Informationen zensiert und was die Regierung damit offenbar bezweckt.
Regen und dichter Nebel erschweren nach Angaben der nepalesischen Behörden die Suche nach Überlebenden. In Nepal mussten die Rettungsarbeiten deswegen am Samstag vorübergehend ausgesetzt werden.
Auch auf chinesischer Seite im benachbarten Tibet beeinträchtige Regen die ohnehin schon durch zerstörte Straßen erschwerten Rettungsarbeiten.
Die Zahl der Toten ist auf mehr als 670 gestiegen. Zugleich werden nach Angaben der Behörden in Nepal und China etwa 3.000 Menschen vermisst, darunter Hunderte Ausländer.
Das Auswärtige Amt sprach auf Nachfrage zuletzt von einer "hohen einstelligen Zahl" deutscher Staatsangehöriger, zu denen es keinen Kontakt gebe.
Ausländische Helfer sind zur Unterstützung bei den Sucharbeiten im Flutkatastrophengebiet in Nepal eingetroffen. Eine Rettungsmannschaft aus dem Nachbarland Indien sei eingetroffen, sagte Außenminister Shishir Khanal in Kathmandu. Ein weiteres Team aus China werde bald erwartet.
Nepals Regierung habe technische Unterstützung für die Such- und Rettungsarbeiten erbeten, sagte Khanal. Die Teams sollen bei der Suche nach Arbeitern helfen, die in Tunneln an Wasserkraftwerken entlang der von der Flut betroffenen Flüsse eingeschlossen sind.
An Tag drei nach der Sturzflut im Himalaya habe sich die Situation für die Einsatzkräfte stabilisiert, berichtet Dara Hassanzadeh aus Nepal. Eine Gefahr durch neues Geröll bestehe dennoch weiter.

Nach den Sturzfluten in Nepal und Tibet bleibt die Lage der Menschen verzweifelt, viele warten auf Lebenszeichen von Angehörigen. Doch es gibt auch Momente, die Hoffnung machen.
Nach der verheerenden Flutkatastrophe in Nepal und Tibet erschwert der Zustand der geborgenen Leichen zunehmend die Identifizierung der Opfer. Die Leichen und menschlichen Überreste verwesten zunehmend, sagte der zuständige Bezirksbeamte Ganesh Aryal. Gesundheitsexperten warnten deshalb vor einem möglichen Risiko für die öffentliche Gesundheit.
Unabhängig von den von Leichenteilen stammenden Erregern steigt in den Überflutungsgebieten das Risiko etwa für Durchfallerkrankungen. Überschwemmungen können Abwässer und Fäkalien in Trinkwasserquellen spülen, Latrinen können beschädigt, Kläranlagen überflutet sein. In Notunterkünften und provisorischen Camps kann es an Hygiene mangeln. Eine häufig bei solchen Naturkatastrophen verstärkt auftretende Krankheit ist die Cholera, verursacht vom Bakterium Vibrio cholerae.
An Tag drei nach der verheerenden Sturzflut im Himalaya steigt die Opferzahl weiter. So auch die Suche nach Vermissten - diese wird jedoch durch schlammige Untergründe erschwert.
Nach der Sturzflut im Himalaya ist die Zahl der Todesopfer in Nepal auf mehr als 600 gestiegen. Wie die Polizei mitteilte, wurden bislang mindestens 616 Leichen geborgen. Zusammen mit den 7 in China gemeldeten Toten liegt die Gesamtzahl damit bei 623.
Einige Tausend Menschen konnten laut Angaben der nepalesischen Behörden bereits gerettet werden. Allerdings werden in Tibet und Nepal zusammengenommen noch mehr als 2.500 Menschen vermisst, darunter auch ausländische Touristen. Regenfälle im Katastrophengebiet drohten am Samstag, die Rettungsarbeiten der Behörden zu erschweren.
Nepal hat nach einer verheerenden Flutkatastrophe an seiner Grenze zu China um gezielte ausländische Hilfe gebeten, jedoch nicht bei den allgemeinen Such- und Rettungsarbeiten. Das sagt Außenminister Shisir Khanal am Freitag der Nachrichtenagentur "Reuters".
Nach der zerstörerischen Sturzflut im Himalaya hat die Armee in Nepal die Such- und Rettungsaktionen intensiviert, stößt aber weiterhin auf große Probleme. "Der schwierigste Teil ist der abgelagerte Schlamm als Folge der Flutwelle", sagt Armeesprecher Raja Ram Basnet in Battar Bazar in der an Tibet grenzenden Provinz Bagmati. Dadurch sei es sehr schwierig, Hubschrauber in den betroffenen Gebieten wie Temure, Syabrubesi und Mailung zu landen oder zu starten.
Derzeit sind laut Basnet unter anderem 14 Rettungshubschrauber in der Region im Einsatz. Die Rettungsaktionen seien verstärkt worden.
Arbeiter räumen im Gebiet Devighat im nepalesischen Distrikt Nuwakot Trümmer weg. Die Sturzflut hat Straßen, Gebäude und wichtige Infrastruktur in der Region schwer beschädigt.

Die Zahl der Todesopfer nach der Sturzflut im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet ist auf mehr als 580 gestiegen. 2.500 Menschen gelten weiterhin als vermisst. Die Rettungsarbeiten bleiben schwierig, weil Straßen, Brücken und Stromleitungen zerstört sind. Zudem erschwert die Gefahr weiterer Fluten den Einsatz der Helfer.
Das Auswärtige Amt hat erklärt, dass auch eine hohe einstellige Zahl deutscher Staatsangehöriger vermisst wird. Das Ministerium bemühe sich unter Hochdruck um Aufklärung, sagte ein Sprecher. Eine vierköpfige Familie konnte am Freitag in Sicherheit gebracht werden.
Lesen Sie mehr darüber im Liveblog von Freitag.