Heftiger Regen am Mittelmeer:Spanien: Mehrere Tote bei Unwettern und Überschwemmungen
Ein Sturm und starke Regenfälle halten Kreta und viele Inseln der Ägäis in Atem. Die Bewohner kämpfen mit Überschwemmungen. Auch in Spanien gab es teils heftige Unwetter mit Toten.
Die Wetterlage im Mittelmeerraum ist angespannt. Starkregen und Sturmböen sorgen für Überflutungen in Urlaubszielen wie der Türkei, Griechenland und Spanien.
02.10.2026 | 0:50 minSchwere Unwetter in Spanien, während sich die Lage auf Kreta in Griechenland langsam beruhigt: Am Mittelmeer haben starke Regenfälle und Gewitter für Überschwemmungen und Evakuierungen gesorgt.
Vor allem über der Touristenmetropole Barcelona und angrenzenden Regionen im Norden waren am Samstag und in der Nacht zu Sonntag stellenweise mehr als 200 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Mindestens drei Menschen sind bei den Unwettern in Spanien gestorben, eine wird vermisst.
Bilder aus der Stadt L'Hospitalet de Llobregat bei Barcelona zeigten, wie Straßen überflutet waren und Menschen knietief im Wasser standen.
Menschen gehen über eine überflutete Straße in der spanischen Stadt L'Hospitalet de Llobregat.
Quelle: dpa / Lorena SopenaMann stirbt durch einstürzende Mauer
In der Stadt Tordera etwa 65 Kilometer nordöstlich von Barcelona starb ein Mann, als eine Mauer auf ihn stürzte. Nach Angaben der Feuerwehr kam eine weitere Person in dem Ort Montornès de Vallès ums Leben und nach einem Vermissten werde in der Region von Pineda de Mar gesucht.
Bereits am Samstag wurde eine 102 Jahre alte Frau in dem Ort Madrigueras in der Region Kastilien-La Mancha in ihrem überfluteten Haus tot aufgefunden.
Spanien: überschwemmte Keller und eingeschlossene Menschen
Nach Angaben der Zeitung "Vanguardia" erhielt die Feuerwehr in Katalonien in der Nacht zu Sonntag mehr als tausend Anrufe, vor allem wegen überschwemmter Keller und umgestürzter Bäume. Auch in Fahrzeugen eingeschlossene Menschen mussten gerettet werden.
Im Baskenland rund um die Stadt Bilbao meldeten die Behörden ebenfalls Überschwemmungen und überflutete Straßen infolge der heftigen Regenfälle. In einigen Teilen der Altstadt von Bilbao stand nach RTVE-Angaben das Wasser knietief. In einigen Gegenden kam der Verkehr zum Stillstand.
Laut dem EU-Klimadienst Copernicus war dieser Sommer der heißeste in Westeuropa seit Beginn der Messungen.
02.10.2026 | 1:34 minKreta: Unwetter lassen nach
Auf Kreta entspannt sich die schwere Unwetterlage allmählich. Nach Angaben des griechischen Wetterdienstes sollen die heftigen Regenfälle noch einige Stunden anhalten. Danach soll sich das Wetter weiter beruhigen.
- 22.000 registrierte Blitze auf Kreta und der südlichen Ägäis innerhalb von 24 Stunden
- Menschen, die wegen Überflutungen in ihren Autos feststeckten; Touristen wurden evakuiert
- Autos und Bäume wurden ins Meer gespült, Straßen waren unpassierbar
- weite Teile der landwirtschaftlichen Produktion auf Kreta zerstört
- Stromausfälle an vielen Orten
- im Raum Rethymno bis zu 500 Liter Regen pro Quadratmeter
Eine Luftaufnahme eines überfluteten Gebiets in der Nähe der Stadt Ierapetra auf der Insel Kreta.
Quelle: dpaÜberschwemmungen: Menschen sitzen in ihren Autos fest
Auf der Straße zwischen Ierapetra und Sitia steckten wegen der Überflutungen 23 Menschen in ihren Autos fest, wie der Fernsehsender ERT berichtete. Drei Touristen und ihr Taxifahrer wurden im Auto von einem Sturzbach fortgerissen. Sie konnten aussteigen und sich in Sicherheit bringen, als das Taxi an einer Böschung hängenblieb. In dem bei Touristen beliebten Hafen Canea beschädigten riesige Wellen Restaurants und andere Treffpunkte von Touristen an der Strandpromenade.
In der Samaria-Schlucht, einem beliebten Ausflugsziel für Kreta-Urlauber, steckten acht Mitarbeiter des Nationalparks wegen der starken Regenfälle fest, wie die griechische Nachrichtenagentur ANA weiter berichtete. Nach Angaben der Behörden waren sie jedoch an einem sicheren Ort.
Beim Extremwetterkongress in Hamburg beraten Expertinnen und Experten über die Folgen der Erderwärmung und Anpassungen an extreme Wetterereignisse.
23.09.2026 | 1:31 minDeutsche Touristin auf Rhodos von Blitz getroffen
Auf Rhodos wurde am Freitag eine 58-jährige deutsche Touristin von einem Blitz getroffen und getötet. Ihr Ehemann wurde leicht verletzt. Das Paar war auf Rhodos im Urlaub und hatte zuvor im Meer gebadet. Als die beiden anschließend am Strand entlanggingen, traf ein Blitz die Frau.
Auch auf Rhodos wird mit einer Entspannung der Wetterlage gerechnet, teilte das Wetteramt mit.
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