Rattengift in Babynahrung:Erpressungsversuch bei Hipp: Verdächtiger festgenommen
Er soll Rattengift in Babynahrung gemischt haben, um den Hersteller Hipp zu erpressen. Jetzt haben die österreichischen Behörden einen Verdächtigen festgenommen.
Der Babynahrungshersteller Hipp wurde wohl erpresst.
Quelle: AFP/Charlotte SimeonIm Fall des Erpressungsversuchs gegen den Babykosthersteller Hipp haben die österreichischen Ermittler einen Verdächtigen festgenommen. Es handele sich um einen 39-jährigen Mann, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Eisenstadt der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Der Verdächtige sei am Samstag im Bundesstaat Salzburg in Österreich festgenommen worden, bestätigte eine Sprecherin der Landespolizeidirektion Burgenland der Nachrichtenagentur AFP.
Der Mann wird verdächtigt, mehrere Glässchen Babynahrung der Marke Hipp mit Rattengift versehen zu haben, mit dem Ziel den deutschen Babykosthersteller zu erpressen.
In Österreich ist einem Glas Babynahrung des Herstellers Hipp Rattengift entdeckt worden.
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Details zur Identität des Verdächtigen wurden unter Verweis auf ermittlungstaktische Gründe nicht bekanntgegeben. Der 39-Jährige werde derzeit verhört, hieß es von der Polizei Burgenland, die den Mann mit Unterstützung des österreichischen Bundeskriminalamtes festgenommen hatte. Die Staatsanwaltschaft habe bereits Untersuchungshaft beantragt, so die Polizei.
"Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren", zitierte die österreichische Nachrichtenagentur APA den Sprecher der Landespolizeidirektion Burgenland, Helmut Marban. Die Befragung des Verdächtigen begann nach dessen Festnahme am Samstagvormittag und wurde am Sonntag fortgesetzt. Eine Entscheidung über eine Verhängung der U-Haft wird demnach in den nächsten Tagen erwartet.
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14.02.2026 | 0:15 minVergiftete Gläschen mit Babynahrung entdeckt
Dem Verdächtigen werden in Österreich vorsätzliche Gemeingefährdung und versuchte absichtliche schwere Körperverletzung zur Last gelegt. Auch in Deutschland ermittelt in dem Fall die Staatsanwaltschaft. Insgesamt fünf manipulierte Babynahrungsgläser wurden laut Polizei in Österreich, Tschechien und der Slowakei entdeckt.
In einem in Österreich sichergestellten 190-Gramm-Gläschen "Karotten mit Kartoffeln" fanden die Ermittler insgesamt 15 Mikrogramm Rattengift - welcher Art das Gift war, ist bis jetzt nicht bekannt. Laut APA wird derzeit auch noch geklärt, welche Folgen ein Verzehr für ein Baby gehabt hätte. Abhängig davon könnten sich die Vorwürfe gegen den Verdächtigen noch ändern.
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In Österreich wurde nach einem zweiten möglicherweise vergifteten Glas zuletzt noch gesucht. Das deutsche Sortiment war nach Angaben des Unternehmens im oberbayerischen Pfaffenhofen an der Ilm nicht betroffen.
"Hipp ist Opfer einer Erpressung", hatte das Unternehmen im oberbayerischen Pfaffenhofen an der Ilm am 20. April mitgeteilt. Das Unternehmen schrieb auf seiner Homepage: "Unmittelbar nach Kenntnisnahme haben wir sofort die zuständige Polizei und Behörden informiert und einen internen Krisenstab eingerichtet."
Mehrfach waren in der Vergangenheit namhafte Unternehmen Ziel von Erpressungsversuchen mit vergifteten Lebensmitteln geworden. Nicht zum ersten Mal war Babynahrung das Ziel.
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